Was bedeutet Defragmentieren und warum ist das nötig?

Grundsätzlich gilt: Windows versucht jede Anforderung möglichst schnell auszuführen – so auch beispielsweise das Speichern von Dateien. Soll also eine Datei auf der Festplatte gespeichert werden, speichert das System die Datei also an den ersten freien Platz, den es auf der Festplatte findet – beispielsweise an einen Ort, an dem zuvor eine andere Datei gelöscht wurde. Ist der freigewordene Platz nun nicht groß genug für die Datei, die gespeichert werden soll, wird die Datei – vereinfacht gesagt – „aufgeteilt“.

Grafisch könnte man sich das – stark vereinfacht – folgendermaßen vorstellen.

Fragmentierte Festplatte: So funktioniert Defragmentierung

Die Dateien werden also an verschiedenen Orten der Festplatte gespeichert – das Problem daran: Beim Öffnen einer fragmentierten Datei, muss der Leser die verschiedenen Teile zuerst suchen, zusammensetzen und dann als Ganzes lesen. In einem gewissen Rahmen ist das für den PC problemfrei möglich, bei größeren Dateien oder mehreren gleichzeitigen Vorgängen kann es allerdings zu – mehr oder weniger starken – Verzögerungen kommen. Doch nicht nur die Performance ist ein wichtiger Punkt, wenn man sich fragt, ob Defragmentierung wichtig ist: Es geht nicht (mehr) darum, die Anordnung der Dateien auf einem Festplattenlaufwerk „besser“ anzuordnen, um mehr Performance durch mehr sequentielle Zugriffe zu erhalten, sondern darum, das Dateisystem (bei Windows vornehmlich NTFS) zu entschlacken. Mehr Fragmente in einer Datei bedeuten auch mehr Dateisystemoperationen, die ebenfalls Performance kosten. Viel wichtiger ist jedoch, dass NTFS nur eine bestimmte Menge Fragmente pro Datei behandeln kann. Es ist also wichtig, dass das Dateisystem (!) defragmentiert wird. Genau das tut Windows etwa jeden Monat (je nach dem, ob es notwendig ist oder nicht).

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Defragmentieren vs. Optimieren – was passiert wann?

Windows 8 optimiert einmal im Monat Festplattenlaufwerke. Auch SSDs, denn defragmentieren und optimieren ist nicht dasselbe: Zu Zeiten von Windows 7 verschob defrag tatsächlich Datenblöcke auf dem Festplattenlaufwerk, um die Anordnung der Dateien zu verbessern. Diese Funktionsweise stammt jedoch aus der Ära der rotierenden Festplatten, weshalb SSDs folgerichtig von diesem Prozedere ausgeschlossen werden. Unter Windows 8 gibt es nun die Möglichkeit, Laufwerke zu optimieren. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nach klassischem Schema defragmentiert, sprich Blöcke hin und her geschoben werden. Windows 8 ist sich diesem Umstand bewusst, sprich, es defragmentiert eine SSD nicht zu Tode. Nichtsdestotrotz benötigt auch das Dateisystem auf einer SSD (es ist immer noch NTFS) ein wenig Pflege, und genau die wird von „Laufwerke optimieren“ übernommen. Da die Pflege des Dateisystems überdies auch wichtig ist, und es keine Rolle spielt, ob es sich um eine HDD oder SSD handelt, werden SSDs von der Optimierung – folgerichtig – auch nicht ausgeschlossen.

SSDs defragmentieren: Fluch oder Segen? Unterschiede von Windows 7 zu Windows 8

Wie bereits oben erwähnt: SSDs werden unter Windows nicht automatisch defragmentiert – ab Windows 8 sieht das anders aus, jedoch wird hier Wert auf „sinnvolle Defragmentierung“ gelegt – also nicht mehr „wild sortiert“, sondern schlicht das NFTS gepflegt. Bei SSDs gilt also: Sinnvollerweise bitte nur das Dateisystem defragmentieren!

Defragmentieren unter Windows 7: Eine Anleitung

Wie bereits oben erwähnt: SSDs werden unter Windows nicht automatisch defragmentiert – ab Windows 8 sieht das anders aus, jedoch wird hier Wert auf „sinnvolle Defragmentierung“ gelegt – also nicht mehr „wild sortiert“, sondern schlicht das NFTS gepflegt. Bei SSDs gilt also: Sinnvollerweise bitte nur das Dateisystem defragmentieren!

Von Zeit zu Zeit kann es Sinn machen oder nötig sein, die Festplatten (nicht SSDs) per Hand zu defragmentieren – etwa, wenn die Auto-Funktion abgestellt wurde. Das funktioniert folgendermaßen:

Schritt 1: Defragmentierungs-Einstellungen aufrufen

Mit einem Klick auf das Windows-Symbol, gefolgt von Zubehör, Systemprogramme und Defragmentierung findet man die Defragmentierungs-Einstellungen. Dort kann man auswählen, ob die Defragmentierung regelmäßig oder manuell durchgeführt werden soll.

Schritt 2: Gewünschte Laufwerke wählen

Jetzt müssen die gewünschten Laufwerke ausgewählt werden. Diese können nun entweder nur analysiert oder direkt analysiert oder defragmentiert werden. Der Vorgang kann je nach Festplatten-Größe und belegtem Speicher wenige Minuten bis mehrere Stunden dauern – also keine Angst, wenn der PC eine Weile braucht.

Achtung: Bitte lasst die Finger von euren SSDs, wenn ihr euch nicht absolut sicher wisst, was ihr tut!

Gesamt-Fazit: Ist Defragmentieren unter Windows 7 und 8 notwendig?

Ab Windows 8 ist es absolut nicht mehr nötig, per Hand zu defragmentieren. Allerdings ist es meistens auch nicht nötig, die Defragmentierungs-Einstellungen per Hand anzupassen – denn: Auch SSDs sollten optimiert und von Zeit zu Zeit in einem gewissen Rahmen defragmentiert werden.

Wer das automatische Optimieren von Laufwerken unter Windows 8 daher pauschal im Task Scheduler abschaltet, läuft Gefahr, dass die maximale Menge der Dateifragmente im Dateisystem überschritten wird und damit Datenverlust droht (und zwar bei intaktem Laufwerk!)

Zudem hängt das automatische Optimieren auch noch mit dem Festplattenrecovery (System Restore) zusammen. Windows schaltet das automatische Optimieren immer ein, wenn System Restore aktiviert ist, da beide Funktionen die jeweils andere zwingend benötigen.

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass man sich seitens Microsoft über die Funktionsweise Gedanken gemacht hat und man die Default Einstellungen hierfür besser belassen sollte.

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