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Schon beim Starten des PC entsteht Datenmüll.
Nicht mehr verwendete Programme, temporäre Dateien, doppelte Daten, ein überfüllter Autostart – all diese Daten sammeln sich zu einer Masse, die Platz auf Ihrer Festplatte wegnimmt und Ihren PC lähmt.

Erfahren Sie, wie Sie Ihren PC nach folgender Anleitung aufräumen und mit nur wenigen Schritten von überflüssigen Daten befreien können.

PC aufräumen – aber wie? Unsere Anleitung in 7 Schritten

Mit folgenden sieben Schritten können Sie Ihren Computer von Datenmüll bereinigen.
Fertigen Sie jedoch in jedem Fall zunächst ein Backup an.

  1. Nicht mehr benötigte Programme deinstallieren

    Der erste Schritt ist verhältnismäßig einfach. Öffnen Sie unter Windows 7 oder Windows 8 bei Einstellungen die Systemsteuerung und klicken Sie auf Programme. Unter Windows 10 finden Sie die Programme unter Apps & Features.
    Alle vorhandenen Programme sehen Sie hier aufgelistet.
    Gehen Sie nun streng durch, welche Programme Sie nicht mehr benötigen und klicken Sie bei entsprechenden Anwendungen auf “Deinstallieren”:

    • Welches Programm haben Sie seit über einem Jahr nicht mehr genutzt?
    • Welches Programm ist durch ein Programm mit ähnlichen Funktionen überflüssig geworden?
    • Welches Spiel spielen Sie nicht mehr, weil es langweilig geworden ist oder Sie es auf einer Konsole spielen?

    Die Auflistung der Programme können Sie nach Datum (der Installation) und Dateigröße sortieren.
    Klicken Sie auf ein Programm und dann auf deinstallieren, um das Programm zu entfernen.

  2. Unerwünschte Software finden

    Selbst wenn Sie alle Programme behalten wollen, die Sie installiert haben, wird Ihnen vielleicht nicht bewusst sein, dass Sie oft mit der gewünschten Software die Katze im Sack installiert haben.
    Zusatzprogramme (bei kostenlosen Installationen besonders beliebt), die Ihnen untergejubelt wurden, bringen Ihnen keinen Nutzen und nehmen kostbaren Platz auf Ihrer Festplatte weg.
    Mit dem Tool “Should I Remove It” können Sie diese überflüssige Software aufspüren.

    Hinweis: Der Einsatz von Tools wie “Should I remove it” geschieht auf eigene Verantwortung. Jeder PC ist individuell konfiguriert, sodass durch Einsatz dieser Konflikte entstehen können.

    Das Programm zeigt Ihnen alle auf Ihrer Festplatte vorhandenen Programme. Diese werden mit Installationszeitpunkt angezeigt und können nach Ratings anderer Nutzer oder einer Removal-Skala sortiert werden.
    Die Skala zeigt, wie viele Nutzer in % dieses Programm wieder deinstalliert haben.
    Mit einem Klick auf den Button “What is it” erfahren Sie, welche Funktionen das gewählte Programm bietet.

  3. Datenträgerbereinigung von Windows nutzen

    Nutzen Sie nun die Windows Datenträgerbereinigung, um die Beseitigung unerwünschter Programme noch zu perfektionieren und windows-spezifischen Datenmüll zu entfernen.
    Öffnen Sie dazu unter Systemsteuerung – Verwaltung das gleichnamige Programm.
    Das System zeigt Ihnen, wie viel Speicherplatz Sie gewinnen können. Bei verschiedenen Punkten (Miniaturansichten, Papierkorb, etc.) können Sie einen Haken setzen und diese Punkte “bereinigen”.
    Mittels dem Button „Systemdateien bereinigen“ werden Ihnen weitere Aspekte (u.a. Temporäre Installationsdateien) aufgelistet, die Sie löschen können.
    “Vorherige Windows-Versionen” sollten Sie hingegen nur löschen, wenn Sie vorherige Installationen (z.B. Windows 7 oder 8) sicher nicht wiederherstellen möchten.

  4. Ordner mit temporären Dateien bereinigen

    Jedes Mal wenn Sie ein Programm starten, werden temporäre Dateien erstellt, die im entsprechenden Ordner abgelegt werden.
    Finden können Sie diese unter Windows in C:\WINDOWS\TEMP.
    Leider steht “temporär” nicht immer dafür, dass auch die Dateien nur zeitweise Platz wegnehmen. Gerne bleiben sie auch nach Schließen der Software im Ordner bestehen.
    Prüfen Sie das Verzeichnis auf solche Dateien und löschen Sie diese.

  5. Autostart aufräumen

    Wie eingangs erwähnt, verbraucht man schon beim Starten des PC kostbaren Arbeitsspeicher. Nicht zuletzt ist daran ein überfüllter Autostart Schuld.
    Programme, die hier hinzugefügt wurden, öffnen sich beim Start des PC im Hintergrund.
    Drücken Sie die Windowstaste + R und geben Sie “shell:startup” ein, um den Autostart Ordner zu öffnen.
    Entfernen Sie nun jedoch nicht wahllos jegliche Programme, die hier aufgelistet werden.
    Virenscanner und Sicherheitssoftware haben ihren Zweck und sollten dort verbleiben.
    Löschen Sie lediglich nur Programme aus der Liste, bei welchen Sie sicher sein können, dass diese nicht benötigt werden.

  6. Dubletten entfernen

    Doppelte Dateien sind nicht nur unnötig und unpraktisch – sie kosten auch noch Geschwindigkeit und Speicherplatz Ihres PC.
    Mittels AllDup können Sie doppelte Dateien finden und löschen.
    Sie können bestimmen nach welchen Dateien (.jpg, .docx, etc.) Sie suchen möchten sowie Dateigröße und Installationszeitpunkt.

  7. Große Dateien aufspüren

    Spüren Sie nun im letzten Schritt große Dateien mittels WinDirStat auf.
    Öffnen Sie das Programm und wählen Sie die Partition aus, in welcher Sie nach Dateien suchen möchten, bestätigen Sie dann mit OK.
    In einer Liste werden Ihnen Dateien der Größe nach geordnet angezeigt – einmal in der Ansicht nach Ordner, einmal nach Dateitypen.
    Unten zeigt sich Ihnen eine besonders interessante Ansicht – die Dateien werden in bunten Bruchstücken unterschiedlicher (Datei-)Größe angezeigt. Hovern Sie über einen Balken, sehen Sie Dateinamen und Pfad. Klicken Sie ein Bruchstück an wird er ausgewählt und Sie können über den Menüpunkt “Aufräumen” diesen entfernen.

4 Tipps, die Ihre Festplatte vor dem Ruin bewahren

  1. Fertigen Sie ein Backup an.

    So einfach, aber dennoch oft als lästig abgetan und unterschätzt: Das Backup. Fertigen Sie unbedingt vor jeder Aufräumaktion – und sei sie noch so unbedeutend – ein Backup an. Investieren Sie lieber 5 Minuten, anstatt sich nach misslungener Aufräumaktion zu ärgern.

  2. Lassen Sie die Windows Registry in Ruhe.

    Wenn Software installiert bzw. deinstalliert wird, “registriert” die Registry in einem Eintrag den Vorgang / die Software.
    Jedes Mal, wenn der PC gestartet wird, werden diese Datei und die darin enthaltenen Daten aufgerufen.
    Selbst wenn Software deinstalliert wird, wird der Platz in der Registry dadurch nicht unbedingt größer bzw. der Aufwand beim Hochfahren kleiner.
    So ist der Gedanke verführerisch die Registry optimieren zu wollen.
    Wir raten Ihnen jedoch davon ab.
    Eine Verbesserung der Geschwindigkeit durch eine Anpassung der Registry ist kaum merkbar und das System kann einen irreparablen Schaden nehmen, der sich erst nach einem Neustart zeigt.

  3. Vertrauen Sie Entrümpelungsprogrammen nie blind.

    Ein System ist stets nur so schlau wie der Mensch, der es steuert.
    Heißt: Ist Ihnen nicht bekannt, was die Funktion XY, die Ihnen Ihr Programm anpreist, aufräumt und im schlimmsten Fall anrichtet, sollten Sie diese besser nicht ausführen.
    Überlegen Sie bzw. erkundigen Sie sich vor jeder ausgeführten Aktion genau, welche Daten Sie in diesem Fall löschen.

  4. Weniger ist mehr.

    Gehen Sie kleine Schritte, wenn Sie sich an das Projekt “PC aufräumen” herantrauen. Versuchen Sie nicht sofort Ihren PC von 0 auf 100 zu bringen und diesen bzw. die Daten darauf versehentlich ins Nirvana zu befördern. Räumen Sie zum Beispiel zunächst nur Ihren Temp Ordner auf oder sortieren Sie lang nicht mehr genutzte Programme aus

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