Was ist ein RDX-Laufwerk überhaupt?

Ganz grundsätzlich kann man sagen, dass RDX-Laufwerke sich in die Familie der Systeme zur Datensicherung einreihen. Genauer handelt es sich hierbei um eine bezahlbare, auf Festplattensysteme aufgebaute, Backup-Technologie. Entwickelt wurden die RDX-Backup-Systeme schon im Jahr 2004 von ProStor Systems. Seit Mai 2011 liegt das Format in der Hand von Tandberg Data.

Wie funktioniert das RDX-Backup?

Das RDX-System besteht aus zwei Teilen: Dem RDX-Dock und den RDX-Cartridges – also ein Laufwerk und den passenden Speichermedien. Wie bei jedem anderen Backup-Prozess können auch hier die Cartridges beliebig ausgetauscht und verschiedene Sicherungen auf die verschiedenen Kassetten erfolgen.

RDX Cartridges: Nichts anderes als „normale“ Festplatten?

Prinzipiell sind RDX Cartridges (oder RDX-Kassetten) nichts anderes als Festplatten. Allerdings sind die RDX Cartridges deutlich stabiler, weil sie in einem eigens dafür gefertigten robusten Plastikgehäuse geliefert werden. Zusätzlich ist die Festplatte von einem speziellen Gummi ummantelt, wodurch die Sicherheit nochmals erhöht wird.

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Vorteile vom Backup via RDX-Festplatten

RDX-Platten gelten im Allgemeinen als sehr zuverlässig und robust – ein wichtiger Punkt, wenn es darum geht, Daten zu sichern. Zusätzlich ist die RDX-Lösung recht einfach zu bedienen und problemlos erweiterbar.

Vorteile im Überblick:

  • Einfache Benutzung
  • Zuverlässiges System
  • Sehr robust
  • Cartridges sind portabel
  • Problemlos erweiterbar

RDX-Festplatten: Anwendungsmöglichkeiten und Fallbeispiele

Windows Server Sicherung auf RDX

Einmalsicherung mit RDX Festplatten

Eine Datensicherung auf RDX-Laufwerke mit der Windows-Server-Sicherung ist vom Prinzip her problemlos möglich. RDX-Laufwerke werden in den Windows Server-Betriebssystemen als Wechseldatenträger erkannt. Sie besitzen aber immer den gleichen Laufwerksbuchstaben, egal welches Medium eingelegt ist.

Bei einer sogenannten “Einmalsicherung” kann ein lokaler Wechseldatenträger als Sicherungsziel angesprochen werden.

Eine vollständige Sicherung wird dann auf dem RDX-Laufwerk erstellt. Sobald die nächste „Einmalsicherung auf demselben Medium erstellt wird, wird die vorherige überschrieben.

Bei einem “Sicherungsplan” sieht die Sache allerdings anders aus. Anders als bei der “Einmalsicherung” kann hier kein Wechseldatenträger angesprochen werden:

RDX-Backup mit Sicherungsplan

Somit bleibt hier nur der Weg, das RDX-Wechsellaufwerk als Netzwerk-Share freizugeben. Über diesen Umweg kann eine zeitgesteuerte Sicherung des Servers erreicht werden.

Eine weitere Möglichkeit, eine Sicherung des Windows-Servers durchzuführen, ist das Kommandozeilen-Tool wbadmin.exe, das zusammen mit dem Feature Windows-Server Sicherung installiert wird. Nebenbei bemerkt ist dieses Tool bei einer Server-Core Installation auch die einzige Möglichkeit, diesen Core-Server zu sichern.

wbadmin wird über Parameter gesteuert. Eine vollständige Übersicht finden Sie unter http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc754015%28WS.10%29.aspx.

Neben den Standardoptionen für die Server-Sicherung kann mit diesem Tool auch nur allein der SystemState eines Servers gesichert werden. Diese Möglichkeit gibt es in der GUI nicht.
Eine Anleitung finden Sie im folgenden KB-Artikel: http://technet.microsoft.com/de-de/library/cc753201%28WS.10%29.aspx.

Weiterhin kann man mit diesem Tool eine “Einmalsicherung”, die man zunächst in der GUI definiert hat, per Skript ausführen. Bindet man dieses Skript dann in die Aufgabenplanung ein, kann man über diesen Weg auch eine Einmalsicherung regelmäßig ausführen lassen.

Beispiel: Sicherung eines Servers mit Laufwerk C und D:

wbadmin start backup –include:c:,d: –backuptarget:e:

Tandberg Data RDX für Windows Backup

Tandberg Data veröffentlicht neue Firmware für die RDX Laufwerke um die Windows Backup Funktionalität zu nutzen. Siehe hierzu folgende Meldung:

Dortmund, 23. April 2013. Tandberg Data, einer der führenden Anbieter professioneller Datensicherungslösungen für kleine und mittlere Unternehmen, Remote Offices und Arbeitsgruppen, bietet ein kostenloses Firmware-Update für die Datensicherung mit RDX®-Wechselplatten. Neuere Desktop- und Server-Windows-Betriebssysteme wie z.B. Windows® 2008 und Server 2012 erkennen RDX ohne zusätzliche Backup-Software als Ziellaufwerk für Datensicherungen ab sofort automatisch.

Ab sofort kann die integrierte Windows Backup-Funktionalität mit der neuen RDX Firmware und Utility genutzt werden. Ohne zusätzliche Backup-Software erkennt Windows mit dem neuen Betriebsmodus RDX als Backup-Target. Damit kann das Tandberg Data 3.0 RDX noch einfacher für zeitpunktgesteuerte Systemsicherungen, Bare Metal-Recovery und als Deduplizierungsziel genutzt werden. Die kostenlose RDX Utility und die unterstützende Firmware ist für alle Tandberg Data RDX-Kunden zum Download auf www.tandbergdata.com verfügbar.

RDX ist die Nachfolgetechnologie für DDS-und DAT-Laufwerke. Bereits mehr als 500.000 Unternehmen weltweit sichern über 500 Petabyte Daten auf RDX-Wechselplatten.

“DAT wurde seit Windows 2008 nicht mehr durch das Windows-Backup unterstützt. Jetzt können die Anwender bedenkenlos auf neuere Windows-Versionen umsteigen und damit weiterhin die Vorteile des Windows Backups nutzen, indem Sie Ihre DAT/DDS-Laufwerke durch die RDX-Technologie ersetzen”, sagt Hugo Bergmann, RDX-Produktmanager bei Tandberg Data.

RDX Laufwerk als Backup Target an der QNAP

Update: rdxmount wird ab Firmware 4.0x nicht mehr unterstützt.

Ab der Firmware Revision 4.0.2 ist bei QNAP Modellen ab Intel Atom CPU Klasseeine nahezu vollständige RDX Kompatibilität bereits integriert.

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Das RDX Laufwerk bietet ein gute Möglichkeit, um die Daten der QNAP auf einen mobilen Datenträger zu sichern. Das Problem dabei ist jedoch, dass sich das Medium nach dem Mounten durch die QNAP nicht mehr per Auswurfknopf auswerfen lässt. Hierfür haben wir die Software rdxmount als QPKG konzipiert, die Sie bei uns kostenpflichtig erwerben können. Eine ausführliche Information zur Funktion und zur Lizenzierung finden Sie hier:

Dokumenation rdxmount in Deutsch: https://www.exone.de/images/technikwiki/archiv/rdxmount_doc_de.pdf

Dokumenation rdxmount in Englisch: https://www.exone.de/images/technikwiki/archiv/rdxmount_doc_en.pdf

Kurzvideo zum besseren Verständnis:

Die Softwarelizenz wird bei uns unter dem Artikel 72248 gelistet, rdxmount wird per QNAP-System lizensiert. Sollten Sie diese Softwarelizenz zusammen mit einer QNAP-TurboNAS erworben haben, schicken Sie uns bitte eine kurze E-Mail an support@exone.de mit der Seriennummer Ihrer rdxmount Lizenz.

Haben Sie rdxmount nachträglich zu einer bestehenden Installation erworben, so senden Sie uns bitte eine E-Mail an support@exone.de mit der Seriennummer Ihrer rdxmount Lizenz und zusätzlich der MAC-Adresse der ersten Netzwerkschnittstelle Ihrer QNAP.

Wir aktivieren damit Ihre Lizenz für die Ihre QNAP und Sie bekommen im Anschluss ein an Ihre QNAP abgestimmtes rdxmount Paket zugesendet.

QNAP RDX Kompatibilität ab Firmware 4.0.2

Ab der Firmware Revision 4.0.2 ist bei QNAP Modellen ab Intel Atom CPU Klasse eine nahezu vollständige RDX Kompatibilität bereits integriert. Lediglich der automatische Auswurf des RDX Mediums nach einem fertiggestellten Backup Job wird nicht unterstützt. Das heißt der Auswurf erfolgt weiterhin mit einem kurzen Tastendruck auf den Auswurfknopf.

Wir beraten Sie gern!

Kontaktieren Sie uns jetzt kostenfrei und unverbindlich - unser Team hilft Ihnen jederzeit gern und kompetent weiter.

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