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Im Rettungsdienst muss es schnell gehen. Der Druck ist hoch.
Tablets unterstützen die Fachkräfte im Rettungswagen, indem sie auf Krankenakten zugreifen können, Daten an das Krankenhaus übermitteln und die Dokumentation der Behandlung und des Gesundheitszustands erleichtern.

Wir zeigen auf welchen Anforderungen die Tablets gerecht werden müssen und welche Vorteile sie bieten.

Welche Aufgaben haben Tablets im Rettungsdienst?

Die Notrufzentrale nimmt einen Notruf und dessen Eckdaten entgegen.
Telefonisch werden die Daten an einen Rettungswagen übermittelt.

An dieser Stelle beginnen die Aufgaben des Tablets.

Mittels GPS leitet das Gerät den Rettungswagen zum Einsatzort. Währenddessen erhalten die Einsatzkräfte weitere Daten über das Tablet.

Vor Ort können die Fachkräfte die Krankenkarte einlesen und auf die Krankenakte zugreifen.

Daten zum Gesundheitszustand wie Diagnosen können eingegeben werden.
Die Daten werden an die Ärzte im Krankenhaus übermittelt.

Mittels Tracking kann die Ankunftszeit berechnet werden und notwendige Vorbereitungen getroffen werden.

Im Krankenhaus angekommen sind alle Vorkehrungen getroffen und Daten übergeben.
Der Patient kann ohne Zeitverlust behandelt werden.

Welche Anforderungen müssen Tablets im Rettungsdienst erfüllen?

Tablets im Rettungsdienst müssen funktionieren. Schlecht ausgerüstete Tablets sind tabu.
Schließlich kommt es im Einsatz auf Menschenleben an.

Folgende Anforderungen sollten die Geräte erfüllen können:

IP Schutzklasse
IP (International Protection) Schutzklassen treffen Aussagen, wie gut ein Gerät gegen Schmutz (erste Ziffer) und Flüssigkeiten (zweite Ziffer) geschützt ist, ohne dass dieses beschädigt wird.
Je höher die IP Klasse, desto besser ist das Gerät vor Schmutz oder Wasser geschützt.

Lesbarkeit bei Sonnenlicht
Gerade bei Einsätzen mit Verkehrsunfällen, muss das Tablet unter verschiedenen Wetterbedingungen einsatzbereit sein.
Das Display sollte auch bei Sonnenlicht lesbar sein.

Spritzwasserfest
Ob Regen, Medikamente in flüssiger Form oder andere Flüssigkeiten – sie dürfen dem Tablet nichts anhaben können.
Robuste Tablets verfügen über sog. IP Schutzklassen. Die erste Ziffer sagt aus, wie gut ein Gerät gegen Flüssigkeiten geschützt ist.

Robuste Bauweise
Im Rettungsdienst muss es schnell gehen – da wird mit Gerätschaften nicht zimperlich umgegangen.Das Tablet sollte demnach so robust gebaut sein, dass es Stürze ohne Schaden überlebt.
Tabletdisplays aus Gorilla-Glas splittern oder springen nicht.

Lange Akkulaufzeit
Rettungsdienste müssen sich auf die Funktionstüchtigkeit ihrer Tablets verlassen können. Nur Geräte, deren Akku entsprechend lange hält, sind nützlich. Zusätzlich bieten einige Tablets eine Hot-Swap-Akkufunktion – der Akku kann im Betrieb getauscht werden.

Kamera
Mittels Kamera können die Rettungskräfte den Ärzten im Krankenhaus Gegebenheiten vom Unfallort übermitteln. So können sich diese bereits vor Eintreffen des Patienten ein Bild zu Verletzungen und Behandlung machen.

Hochwertiges Gehäuse
Gerade im medizinischen Sektor müssen Tablets desinfizierbar sein. Das Gehäuse sollte aus Materialien beschaffen sein, die auch starke Desinfektions- und Reinigungsmittel aushalten.

Anbindungen an diverse Schnittstellen
Daten müssen mit der Zentrale und anderen kooperierenden Stellen ausgetauscht werden.
Verbindungsmöglichkeiten über verschiedene Schnittstellen (USB, Bluetooth, LAN, Docking-Anschluss, etc.) sind für den Rettungsdienst unerlässlich.

Eintragungen mittels Stift
Dank digitalem Stift können Daten schnell und einfach eingetragen werden. Eine Handschrifterkennung beschleunigt den Prozess zusätzlich.
Nicht selten trägt nach der Behandlung die Rettungskraft noch Handschuhe. Praktisch ist es dann wenn der Touchscreen auch mit Handschuhen genutzt werden kann.

Schutzklassen für robuste Tablets in der Notfallmedizin

Der Notfallmedizin bleibt keine Zeit vorsichtig mit Tablets umzugehen.
Demnach taugen für diesen Einsatzbereich nur robuste Geräte.

Sogenannte IP Schutzklassen (z.B. IP54) zeigen an, wie viel die Tablets aushalten.

Die Schutzklassen werden nach Schmutz / Kontakt (erste Ziffer) und Wasser (zweite Ziffer) getrennt.

In der folgenden Tabelle sind die Widerstandsgrade – aufsteigend ihrer Stärke nach – gelistet:

IP SchutzklasseSchutz vor Schmutz und KontaktSchutz vor Wasser
0Nicht geschütztNicht geschützt
1Geschützt vor Schmutz (unter 50 mm) und HandrückenGeschützt vor Tropfwasser
2Geschützt vor Schmutz (unter 12,5 mm) und FingerGeschützt vor fallendem Tropfwasser (15° Neigung)
3Geschützt vor Schmutz (unter 2,5 mm) und WerkzeugGeschützt vor fallendem Sprühwasser (60° Neigung)
4Geschützt vor Schmutz (unter 1 mm) und DrahtGeschützt vor Spritzwasser (allseitig)
5Geschützt vor Kontakt und Schmutz / Staub in großer MengeGeschützt vor Strahlwasser
6Vollständig geschützt vor Kontakt und SchmutzGeschützt vor starkem Strahlwasser
7Geschützt vor Untertauchen (temporär)
8Geschützt vor Untertauchen (andauernd)
9Geschützt vor Hochdruck- und Dampfstrahler

Welche Vorteile bieten die Rettungswagen-Tablets?

Die Tablets bieten Rettungsfachkäften wie Patienten aber auch dem Gesundheitswesen große Vorteile.
Die Bedeutenden finden Sie im Folgenden aufgelistet:

Zugriff auf Krankenakte des Patienten
Mittels eines Tablets können Rettungskräfte bereits am Unfallort sowie auf dem Weg zum Krankenhaus auf die Krankenakte ihres Patienten zugreifen.
So können sie Fehlmedikationen ausschließen bzw. Besonderheiten in der Behandlung berücksichtigen.

Schnelle Eingabe von Daten
Im Rettungsdienst muss es schnell gehen.
Mussten vor der Entwicklung von Tablets noch Abläufe, Diagnose und Symptome per Hand dokumentiert werden, können jetzt mittels Touchscreen und Eingabestift die Daten eingetippt bzw. mittels Autovervollständigung diese nur noch angeklickt oder bestätigt werden. Auch unleserliche Handschriften sind nun nebensächlich.
Genaue Angaben zum Unfallort können zusätzlich (im selben Gerät) mit der Kamera erfasst werden.

Wertvolle Zeit sparen
Zeit, die es bisher gekostet hat, Ärzte im Krankenhaus über den Gesundheitszustand des Patienten zu informieren, bleibt nun für die tatsächliche Behandlung.
Gerade bei Patienten, die in Lebensgefahr schweben, ist das ein großer Vorteil.

Unterstützung der Fachkräfte im Krankenhaus
Rettungsdienste können bereits beim Unfallort oder auf dem Weg ins Krankenhaus den dortigen Ärzten wichtige Eckdaten zum Patienten übermitteln. So können diese die Situation und den Gesundheitszustand desjenigen einschätzen.
Sie erhalten wichtige Daten zu Allergien, Verletzungsgrad und den Unfallumständen.

Weniger Kosten
(Finanzieller) Ärger durch abhanden gekommene oder inkorrekte Krankenakten gehören der Vergangenheit an.
Die Daten werden im System gespeichert und können vor Ort per Tablet vervollständigt und aufgerufen werden.
Auch können sich so Rettungskräfte durch eine lückenlose Dokumentation vor Ort gegen eventuelle Gerichtsverfahren oder Strafen absichern.

Lückenlose und einwandfrei geführte Patientenakten
Der Ablauf der Behandlung wie Veränderungen am Gesundheitszustand des Patienten können dank Tablets noch am Unfallort wie beim Transport in die jeweilige Krankenakte eingetragen werden.
Die Krankenakten werden bis zur Übergabe ans Krankenhaus lückenlos geführt.

Fazit zu Tablets im Rettungswagen

Tablets im Rettungsdienst sind zeitgemäß.
Sie bieten nicht nur dem Patienten sondern auch den Prozessen im Gesundheitswesen viele Vorteile.
Die Tablets sorgen dafür, dass der Patient schneller, effizient und seinem Gesundheitszustand entsprechend behandelt werden kann.
Dank einfacher (automatisch vervollständigender) Eingabe werden Krankenakten lückenlos geführt.

Die Tablets im Noteinsatz sollten vor allem Folgendes sein: zuverlässig und robust.
Ein Blick auf Rugged Tablets lohnt sich.

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