Definition: Was ist ein Thin Client?

Thin Clients sind sehr verschlankte Computer – keine Mini PCs, aber durchaus auch mobile Geräte – mittels derer Daten ein- sowie wiedergegeben werden können. Auf die eigentlichen Anwendungen greifen Nutzer über ein Netzwerk auf einem zentralen Server zu. Dieser übernimmt die Rechenleistung. Ein leistungsfähiger Prozessor sorgt für eine optimale Nutzung aller serverbasierten und virtuellen Anwendungen sowie Desktoplösungen.

Thin Clients sind u.a. deshalb so schlank, da weniger Hardwareelemente gegeben sind. Nicht immer ist eine Festplatte vorhanden und die Geräte sind lüfterlos. Dieser Umstand macht sie kostengünstiger in der Anschaffung, sehr störresistent und hält Ihre Stromrechnung niedrig. Thin Clients benötigen bedeutend weniger Strom als gewöhnliche Desktop PCs.
Die Clients sind sehr einfach nutzbar, da sich auf dem Computer nur die Software befindet, die für den Zugriff auf den Server benötigt wird. Auch dadurch bedürfen die Geräte wenig Wartung. Zeitintensive Systemupdates pro PC durch Admins werden hinfällig – stattdessen wird das System sowie Anwendungen zentral verwaltet.

Als Beispiele für Thin Clients lassen sich PCs für Unternehmen nennen, die eine Backend-Infrastruktur nutzen und die Geräte für alltägliche Büroarbeiten verwenden, Terminals oder PC für das Nutzen von Streamingdiensten.

Vorteile & Nachteile eines Thin Clients

Vorteile Nachteile
Aufs Nötigste reduziert Nur mit Netzwerkverbindung nutzbar
Weniger störanfällig Nur mit Netzwerkverbindung nutzbar
Aufs Nötigste reduziert Sind vom Server abhängig
Kostengünstiger Nicht für sehr komplexe Anwendungen geeignet
Niedriger Administrationsaufwand
Verbrauchen bedeutend wenig Strom als Desktop PCs
Längere Lebensdauer
Brauchen wenig Platz
Wartungsarm
Brauchen wenig Rechenleistung
Robust
Einfach transportabel
Einfach nutzbar
Sicherheitsrisiko wird minimiert

Das richtige Betriebssystem für den Client

Thin Clients können wie andere Hardware mit unterschiedlichen Betriebssystemen ausgestattet werden.
Wir stellen unsere Geräte mit Windows 10 Pro, Windows 10 IoT oder auch Linux zur Verfügung.
Sie bevorzugen ein anderes Betriebssystem? Gerne beraten wir Sie und schneiden den Thin Client sowie das zugehörige System passend auf Ihre Bedürfnisse zu.

Worauf sollte ich beim Kauf achten?

Neben dem für Ihr Unternehmen geeigneten Betriebssystem sollten Sie außerdem darauf achten, dass das System zu den für Sie benötigten Anwendungen kompatibel ist.
Viele Geräte werden “mit WLAN” verkauft – achten Sie dennoch hierauf, um sicher zu gehen.
Weiterhin wichtig sind die Schnittstellen. Gerne beraten wir Sie, welche für Sie wichtig sind oder später unter Umständen für Sie von Nutzen sein könnten.
Nicht bei allen Thin Clients ist ein Festplattenspeicher vorgesehen. Ist Ihnen ein solcher wichtig, sollten Sie prüfen, ob das präferierte Gerät über diesen verfügt und dieser ausreichend Platz bietet.
Unter Umständen bietet sich für Ihre Arbeit auch ein mobiler Panel PC an – ein sehr robuster Thin Client, bei welchem ein Touch Display gegeben ist, wie z.B. der Calmo Thin Client Panel PC J5005.

Eignen sich Thin Clients für zuhause bzw. das Home Office?

Ja, Thin Clients eignen sich sehr gut für Ihre Angestellten im Home Office.

Das Gerät ist klein und handlich und kann somit leicht nach Hause wie auch wieder zum Büro transportiert werden. Alle Mitarbeiter können von ihren Clients aus ortsunabhängig auf ein zentrales und geteiltes, gemeinsames System – den Server – zugreifen.

Vor Ort nimmt es nicht viel Platz weg. Die Verbindung zum Server schafft die notwendige Infrastruktur und Anbindung an die Anwendungen. Da selbige sich ausschließlich auf dem Server befinden, kommt es auch hier seltener zu Arbeitsausfällen und Problemen, die andernfalls der Administrator lösen müsste.

Selbiges ist natürlich auch praktisch für die Einrichtung bzw. Installation. Auch schädliche Programme können so nicht mehr versehentlich installiert werden. Der Anschluss externer Geräte kann für die Thin Clients außerdem gesperrt werden, um das Sicherheitsrisiko zu minimieren.

Thin Client vs. Fat Client – hier liegen die Stärken und Schwächen

Fat Client im Profil

Der erste Unterschied zeigt sich im Erscheinungsbild. Auch wenn der Fat Client in den neuen Ausführungen nicht mehr wirklich “fat” ist, kann der Thin Client doch mit einer schlankeren Hardware punkten. Das lohnt sich gerade dann, wenn der physikalische Arbeitsplatz begrenzt ist.
Grundsätzlich ist es so, dass beim Fat Client die komplette Anwendung zugrunde liegt. Die Programme sind lokal installiert. Beim Thin Client hingegen liegen die Anwendungen beim Server.
Der Fat Client schafft auch sehr komplexe Anwendungen, benötigt dafür aber viel Rechenleistung und Energie.

Thin Client im Profil

Der Thin Client ist auf Nötigste reduziert. So greift dieser wie bereits erwähnt auf benötigte Anwendungen über einen Server zu. Dementsprechend ist das Gerät in der Regel nur über ein Netzwerk funktionsfähig.
Das hat jedoch den Vorteil, dass der Thin Client weder viel Rechenleistung verbraucht noch viel Strom kostet. Auch der Administrationsaufwand wird durch diesen Umstand klein gehalten.

Die Clients im Vergleich

Thin Client Fat Client
Funktion Schnittstelle zum Server Komplette Anwendung
Rechenleistung notwendig Wenig Viel
Lokaler Speicher Nicht immer gegeben Ja
Administrationsaufwand Gering Hoch
Offline nutzbar Nein Ja
Stromverbrauch Gering Hoch
Anschaffungskosten Günstiger Teurer
Datenschutz Höher Standard
Wir beraten Ihr Unternehmen gern!

Kontaktieren Sie uns jetzt kostenfrei und unverbindlich - unser Expertenteam hilft Ihnen jederzeit gern und kompetent weiter.

Sie erreichen uns telefonisch Montag – Freitag von 08:30 Uhr bis 17:00 Uhr oder 24/7 bequem per Mail oder über unser Kontaktformular.

Zum Kontaktformular