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Wann kam Windows Server 2022 auf den Markt?

Das Serverbetriebssystem Windows Server 2022 wurde am 18. August 2021 auf den Markt gebracht. Windows Server 2022 ist der Nachfolger zu Windows Server 2019. Der Mainstreamsupport für 2022 wird bis Oktober 2026 angeboten, der erweiterte Support (Sicherheitsupdates) bis Oktober 2031.

Welche Windows Server 2022 Versionen gibt es?

An Versionen für Windows Server 2022 werden vier Stück geboten:

VersionZielgruppeEigenschaften
Windows Server 2022 EssentialsUnternehmen mit bis zu 25 Nutzern und 50 Geräten→ Durch CPU Kerne limitiert – max. 10 Stück→ Nur OEM und ROK → Ansonsten identisch zur Standardversion
Windows Server 2022 StandardUnternehmen mit vornehmlich physischen Servern→ Nicht durch Kerne limitiert→ 2 Virtual Machines
Windows Server 2022 DatacenterUnternehmen mit hybriden oder cloudbasierten Umgebungen sowie anspruchsvollen Workloads→ Nicht durch Kerne limitiert→ Unbegrenzt viele Virtual Machines→ Bietet im Gegensatz zum Standard Softwaredefinierte Netzwerke, Storage Spaces Direct und automatische Aktivierung virtueller Computer
Windows Server 2022 Datacenter Azure EditionUnternehmen mit hybriden oder cloudbasierten Umgebungen sowie anspruchsvollen Workloads sowie der Nutzung von Azure→ Nur unter Azure, Azure Stack HCI oder Azure Stack Hub→ Mehr Funktionen: Hotpatch, SMB über QUIC und Extended Network

Beachten Sie: Für die Nutzung von Windows Server 2022 Standard und Datacenter sind Windows Server 2022 Client Access Lizenzen (CAL) notwendig. Für Windows Server 2022 Essentials sind keine CALs notwendig.

Windows Server 2022 Systemanforderungen / Voraussetzungen

Im Folgenden finden Sie die Mindestanforderungen. Wie gewöhnlich gilt – je besser die Gegebenheiten, desto besser kann das System arbeiten:

  • 64-Bit CPU mit 1,4 GHz
  • 512 MB Arbeitsspeicher
  • Bei Server mit Desktop Experience: 2 GB Arbeitsspeicher
  • Mindestens 32 GB Speicherplatz
  • NIC Karte mit mind. 1 GBit/s

Was ist neu? Windows Server 2022 vs. Windows Server 2019

An Neuerungen zeichnet sich Windows Server 2022 gegenüber Windows Server 2019 vor allem durch Sicherheitsverbesserungen aus. Hinsichtlich des Active Directory sind keine neuen Features geboten (aber auch nicht notwendig). Weiterhin bietet es maximale Flexibilität für den Wechsel zwischen lokalen und hybriden Umgebungen.

Mehrschichtige Sicherheit – Secured Core Server uvm.

Windows Server 2022 bringt als eine der großen Neuerungen den Secured Core mit. Das Sicherheitskonzept steht für ein optimal ausgerichtetes Zusammenspiel aus Hardware und Software. Bereits beim Start wie auch im laufenden Betrieb sind die Geräte optimal geschützt. Möglich machen das u. a. die Funktionen Secure Boot, Boot DMA Protection, TPM 2.0, System Guard und HVCI. Sie schützen Unternehmensdaten vor Spionage, Diebstahl und Manipulation. Über VBS können sensible Daten in virtualisierten Umgebungen untergebracht werden.

Verbesserte Netzwerksicherheit

Auch die Netzwerksicherheit wurde verbessert. Hier werden ATP Secure DNS und SMB Hardening angewendet. Advanced Threat Protection erkennt Zero-Day-Exploits und blockt mögliche Angriffe auf das Netzwerk. TLS 1.3 End-to-End-Verschlüsselungen schützen – auch bei Remote-Zugriffen – Ihre Daten.

Cloud Hybridfunktionen – Azure Arc 

Grundsätzlich benötigt Windows Server 2022 keine Azure Konnektivität. Wenn die Nutzung von Azure jedoch gewünscht ist, deckt das neue System das unkompliziert – u. a. mit einer vereinfachten Lizenzierung – ab. Durch Azure profitieren Sie von effizienteren Abläufen und einer produktiveren wie entlasteten IT.
Das Windows Admin Center sorgt für eine einfache, zentrale Verwaltung.

Verbesserte Leistungsfähigkeit

Windows Server 2022 unterstützt bis zu 48 TB Arbeitsspeicher sowie 2.048 logische Kerne auf 64 Sockets. Das macht eine reibungslose Anwendung von SQL Servern möglich. 

Container für mehr Flexibilität

Mit dem neuen System werden Windows Container angeboten. Das sorgt nicht nur für eine flexiblere Plattform, sondern außerdem für eine bessere App Kompatibilität. 
Weiterhin erleichtert die Containerisierung die Integration von Kubernetes.

“Neuer” Browser: Microsoft Edge

Der schon etwas in die Tage gekommene Internet Explorer wird durch den Microsoft Edge Browser (vorinstalliert) ersetzt. Auch diese Neuerung schließt Sicherheitslücken.

Noch nicht überzeugt? Windows Server 2022 testen

Sie möchten Windows Server 2022 zunächst einmal testen? Eine Testversion zum Download finden Sie im Microsoft Evaluation Center.

Hochverfügbarkeit für maximale Ausfallsicherheit

Doch was, wenn auch das beste System ausfällt?
Grundsätzlich gilt: Je länger ein Ausfall dauert, desto höher die Kosten. Hochverfügbarkeitslösungen wissen das zu unterbinden.

Aber rechnet sich das auch? Selbstverständlich sind die Kosten bei einem Ausfall von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. KMUs tendieren daher von der “Investition” abzusehen. Dabei würden sich für sie verschiedene kostengünstige Lösungen wie etwa Replikationstechniken anbieten.

Sprechen Sie uns gerne an. Wir finden für jede Anforderung die geeignete Lösung.

Sie möchten sich erst noch selbst weiter informieren? Hier finden Sie weitere Details zu Hochverfügbarkeitslösungen mit Windows Server 2022.

Vereinfachte Migration: In-Place Upgrade ab Windows Server 2012

Bis dato war im Rahmen einer Server Migration ein Wechsel ohne Neuinstallation nur von den jeweiligen zwei Vorgängern aus möglich. Das wären bei Windows Server 2022 Windows Server 2019 sowie Windows Server 2016.

Für den Wechsel zu Windows Server 2022 macht Microsoft eine “Ausnahme”. Hier ist der Wechsel ohne Neuinstallation auch für den Windows Server 2012 wie Windows Server 2012 R2 noch möglich.

Warum sollte ich zum Windows Server 2022 migrieren?

Windows Server 2022 bringt Neuerungen mit, die u. a. deutliche Sicherheitsverbesserungen bedeuten. Das System erleichtert darüber hinaus insbesondere KMUs den Einstieg in die Cloud bzw. Digitalisierung.

Nutzt Ihr Unternehmen noch Windows Server 2012 oder Windows Server 2012 R2, gibt es einen noch triftigeren Grund für eine Migration.

Für diese Systeme endet 2023 der erweiterte Support. Ab diesem Zeitpunkt werden sie nicht mehr mit Sicherheitspatches versorgt und bilden somit ein Risiko in puncto Cyberkriminalität.

Wir beraten Ihr Unternehmen gern!

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